Wiener Lieblinge – Kunst- und Kulturschaffende verraten ihre Lieblingsorte

In unserer Serie Wiener Lieblinge zeigen uns Kunst- und Kulturschaffende, die die Stadt prägen ihre Lieblingsplätze. Hier mit Rosemarie Schwarzwälder von der Galerie nächst St. Stephan , Angela Stief von der Albertina Modern,  Galeristin Sophie Tappeiner, und Künstler Rosa Rendl und Andreas Duscha.

Rosemarie Schwarzwälder in her Gallery © Nathan Murrell

Rosemarie Schwarzwälder, Galeristin der Galerie nächst St. Stephan

1. Was schätzen Sie besonders an der Stadt? 

Ich finde, im Gegensatz zu anderen historischen Städten, hat Wien seinen alten Glanz behalten.   

2. Wo gehen Sie am liebsten Essen? 

Am liebsten gehe ich zu Pichlmaiers zum Herkner. 

3. Was ist ihr liebster Kunst-/Kulturort in der Stadt? 

Ich schätze die Sammlung der Albertina, die Friedrich und Lillian Kiesler-Stiftung, aber auch Institutionen wie die Secession, das MAK oder das Kunsthistorische Museum sehr. Und nicht zu vergessen die Galerie nächst St. Stephan. 

4. Wo gehen Sie hin, um zu entspannen? 

Ich fahre ins Weinviertel. 

5. Was ist der überraschendste Ort, den Sie in Wien entdeckt haben? 

Ich lebe schon zu lange in dieser Stadt als, dass mich noch etwas überraschen könnte. 

5. Haben Sie noch Geheimtipps? 

Ab und an hole ich einen Cappuccino in der Bio-Bäckerei Öfferl in der Wollzeile und setze mich damit auf eine Bank in der Riemergasse. Während des Lockdowns war das ein ruhiger, entspannter Ort in der Inneren Stadt. 

Angela Stief © Sandro E. E. Zanzinger

Angela Stief, Chefkuratorin der Albertina Modern 

1. Was schätzen Sie besonders an der Stadt? 

Wien ist nicht umsonst auf vielen weltweiten Ranking Lists seit Jahren an oberster Stelle gereiht. Ich finde die Stadt hat genau die richtige Größe. Die Lebensqualität ist hier im Vergleich zu anderen Großstädten hoch und das Kulturangebot großartig. Außerdem bin ich schnell im Grünen. 

2. Wo gehen Sie am liebsten Essen? 

Mein Stammlokal ist das Café Engländer. Ansonsten probiere ich gerne und viel neue Restaurants aus. 

3. Was ist ihr liebster Kunst-/Kulturort in der Stadt? 

Natürlich die Albertina Modern. 

 4. Wo gehen Sie hin, um zu entspannen? 

Ich nehme mir gerne mein Rennrad und fahre raus aus der Stadt. Im Winter gehe ich zum Bikram Yoga und mache im Anschluss noch eine Stunde Yin Yoga. Das ist so entspannend, dass man sich wünscht, dass es nie aufhört. 

5. Was ist der überraschendste Ort, den Sie in Wien entdeckt haben? 

Eigentlich habe ich es mit den Superlativen nicht so. Es gibt tolle Ateliers unter den U-Bahnbögen der U6 oder in der Zacherlfabrik. Aber auch Orte wie die Eden Bar und das Hotel Orient finde ich schön schräg und typisch für Wien. 

6. Haben Sie noch Geheimtipps? 

Ein Geheimtipp von mir, der dann keiner mehr ist, ist das Hotel Looshaus in Payerbach so eine Stunde außerhalb von Wien. Es ist ein Spätwerk von Adolf Loos und steht unter Denkmalschutz. 

© Sophie Tappeiner

Sophie Tappeiner, Galeristin 

1. Was schätzen Sie besonders an der Stadt? 

Die Stadt hat kulturell viel zu bieten und man ist total schnell im Grünen. Außerdem schätze ich die Lebensqualität hier sehr. 

2. Wo gehen Sie am liebsten Essen? 

Wien verfügt über viele großartige Lokale: mittags gehe ich besonders gerne in das japanische Restaurant Ganko, gleich gegenüber von meiner Galerie. Ich genieße die Wiener Küche und gehe besonders gerne Zur Herknerin oder ins Wirtshaus Wolf. Außerdem bin ich begeistert vom Restaurant Kommod – ein Kleinod. 

3. Was ist ihr liebster Kunst-/Kulturort in der Stadt? 

Wenn ich mir eine Institution aussuchen müsste, wäre das die Secession. Die hat ein hervorragendes Programm. Aber auch Spaces wie Kevin Space, Pina und School tragen, neben vielen anderen Initiativen viel dazu bei, Wien der internationalen   sichtbarer zu machen. 

4. Was ist der überraschendste Ort, den Sie in Wien entdeckt haben?

Angelika Loderer, einer Künstlerin, die ich vertrete, hat mir gezeigt, dass es mitten in Wien Bio-Äcker gibt. Dort nutze ich heuer eine Selbsternteparzelle wo ich diverses Gemüse anbaue. Auf dem Acker treffe ich immer wieder auf befreundete Künstler und Künstlerinnen. Als jemand, der sein Leben lang in Städten gewohnt hat, ist es außerdem eine faszinierende Erfahrung sich mit einer Regelmäßigkeit um Pflanzen zu kümmern und aus nächster Nähe zu verfolgen, wie alles blüht und gedeiht. Angelika hat auch das gemeinschaftliche Projekt „Foster“ ins Leben gerufen. 

5. Haben Sie noch Geheimtipps? 

Für Wien-Besucher? Zur warmen Jahreszeit einen Tagesausflug in die Wachau machen. 

Rosa Rendl © Anais Horn

Rosa Rendl, Künstlerin  

1. Was schätzen Sie besonders an der Stadt?

Es gibt hier viele Rückzugsorte, Naturräume und Möglichkeiten zum Schwimmen.

2. Wo gehen Sie am liebstenEssen?

Ich gehe am liebsten ins Senior Vhino, in die Shin Taiwanese Eatery, zum Traditionsjapaner Benkei oder ins o.m.k. Deli. Für österreichische Küche besuche ich den Dogenhof oder das Café Engländer. 

3. Was ist ihr liebsterKunst-/Kulturort in der Stadt?

Das ist das Konzerthaus. 

4. Wo gehen Sie hin, um zu entspannen?

Am besten kann ich im Augarten zur Ruhe kommen.  

5. Was ist der überraschendste Ort, den Sie in Wien entdeckt haben?

Da müsste ich lange überlegen.

6. Haben Sie noch Geheimtipps?

In der Langen Gasse 41 gibt es einen tollen Ort – lasst euch überraschen. 

© Andreas Duscha

Andreas Duscha, Künstler 

1. Was schätzen Sie besonders an der Stadt? 

Besonders schätze ich an Wien, dass es Wien ist. 

2. Wo gehen Sie am liebsten Essen? 

Ein paar zeitlose Klassiker sind für mich Skopik und Lohn, die Mochi Ramen Bar, das Alt-Wiener Gasthaus Zur Stadt Krems, die Wohnküche, Sho yu, die Pizzeria Il Mercato und das Café Bacco. Für einen schnellen Imbiss empfehle ich Berlin Döner und den McDonald’s in der Taborstraße. 

3. Was ist ihr liebster Kunst-/Kulturort in der Stadt? 

Als Ausstellungsräumlichkeit schätze ich die Secession sehr. Ein fantastischer, zu selten bespielter Raum ist das Kunstzentrum FRANZ JOSEFS KAI 3 im Gebäude der ehemaligen BAWAG. 

4. Wo gehen Sie hin, um zu entspannen? 

Abgesehen von meinem Atelier, entspanne ich entweder im Augarten, fahre auf die Donauinsel, oder setze mich in irgendein Straßencafé, wo ich die Möglichkeit habe Leute zu beobachten. Manchmal gehe ich auch in die Nationalbibliothek. 

 5. Was ist der überraschendste Ort, den Sie in Wien entdeckt haben? 

Überrascht werde ich momentan von der Entwicklung der Stadt. Es passiert in den einzelnen Bezirken jeweils sehr viel. 

 6. Haben Sie noch Geheimtipps? 

Momentan hat es mir der zwanzigste Bezirk sehr angetan. 

Lis Füreder ist Redaktionsassistentin des on central east magazins.